Einbruchstatistik Deutschland: Aktuelle Zahlen, Einbruchszeiten & Aufklärungsquote 2026

Wie viele Einbrüche gibt es in Deutschland? Zu welchen Zeiten wird besonders häufig eingebrochen und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wohnungseinbruch aufgeklärt wird? Die aktuelle Einbruchstatistik Deutschland 2026 basiert auf den inzwischen veröffentlichten Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025.

Dabei ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Die PKS erfasst unter anderem den Wohnungseinbruchdiebstahl, zu dem sowohl vollendete Einbrüche als auch Einbruchsversuche gehören. Die Zahlen für 2026 selbst liegen zum Jahresende noch nicht vor. Für eine aktuelle Betrachtung im Jahr 2026 sind deshalb vor allem die vollständigen Daten für 2025 relevant.

Einbruchstatistik Deutschland 2026: Die wichtigsten Zahlen

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 82.920 Wohnungseinbruchdiebstähle polizeilich registriert. Damit stieg die Zahl gegenüber 2024 mit 78.436 Fällen um rund 5,7 Prozent.

Trotz dieses Anstiegs lag die Zahl weiterhin unter dem Niveau von 2019. Damals wurden 87.145 Wohnungseinbruchdiebstähle registriert. Die Entwicklung zeigt damit einen deutlichen Rückgang gegenüber den Jahren mit besonders hohen Fallzahlen, gefolgt von einem erneuten Anstieg seit 2022. Polizei Dein Partner

Jahr Wohnungseinbruchdiebstähle Aufklärungsquote
2019 87.145 17,4 %
2020 75.023 17,6 %
2021 54.236 19,5 %
2022 65.908 16,1 %
2023 77.819 14,9 %
2024 78.436 15,3 %
2025 82.920 14,1 %

Die Werte bis 2024 stammen aus den BKA-Factsheets; für 2025 wird eine Aufklärungsquote von 14,1 Prozent ausgewiesen. Bundeskriminalamt

Wie viele Einbrüche gibt es pro Tag?

Die 82.920 registrierten Wohnungseinbruchdiebstähle des Jahres 2025 entsprechen rechnerisch etwa 227 Fällen pro Tag.

Diese Zahl sollte allerdings nicht mit der tatsächlichen Zahl aller Einbrüche gleichgesetzt werden. Die PKS bildet das sogenannte Hellfeld ab, also Straftaten, die der Polizei bekannt werden. Nicht angezeigte beziehungsweise nicht bekannt gewordene Fälle sind darin nicht enthalten.

Das Bundeskriminalamt weist deshalb auch auf die Bedeutung von Dunkelfeldstudien hin. Mit der Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ werden unter anderem Opfererfahrungen untersucht, die über die reine Polizeistatistik hinausgehen. Bundeskriminalamt

Einbruchzahlen seit 2019

Besonders interessant ist die Entwicklung über mehrere Jahre. Nach 87.145 Fällen im Jahr 2019 ging die Zahl während der Corona-Jahre deutlich zurück. 2021 wurde mit 54.236 Fällen der bisherige Tiefpunkt der jüngeren Zeit erreicht.

Seit 2022 ist wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten:

2019: 87.145 Fälle
2020: 75.023 Fälle
2021: 54.236 Fälle
2022: 65.908 Fälle
2023: 77.819 Fälle
2024: 78.436 Fälle
2025: 82.920 Fälle

Das BKA führt den starken Rückgang bis 2021 unter anderem auf polizeiliche Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen zurück. Gleichzeitig dürften während der Pandemie Homeoffice und Grenzbeschränkungen eine Rolle gespielt haben. Bundeskriminalamt

Einbruchszeiten: Wann wird am häufigsten eingebrochen?

Die Frage nach den Einbruchszeiten ist besonders interessant, weil häufig angenommen wird, dass Einbrecher hauptsächlich nachts aktiv sind.

Bei Wohnungseinbrüchen spielt allerdings auch der sogenannte Tageswohnungseinbruch eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um Einbrüche, die beispielsweise während der Abwesenheit der Bewohner am Tag stattfinden.

Die PKS stellt für 2025 eine eigene Tatzeitstatistik bereit. Darin werden die Tatzeiten beziehungsweise bekannte und unbekannte Tatzeitangaben nach Delikten ausgewiesen. GovData

Das BKA beschreibt außerdem das Winterhalbjahr als einen Zeitraum mit höheren Fallzahlen als das Sommerhalbjahr. Als räumliche Schwerpunkte werden insbesondere Großstädte und städtische Regionen sowie Bereiche entlang von Fernstraßen und Bahntrassen genannt. Bundeskriminalamt

Warum sind Herbst und Winter interessant?

In der dunkleren Jahreszeit fallen Abwesenheiten von Bewohnern leichter auf. Wenn beispielsweise am späten Nachmittag in vielen Haushalten noch niemand zu Hause ist, kann eine längere Dunkelheit von außen erkennbar sein.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Einbrüche ausschließlich in den Abendstunden stattfinden. Einbrüche können grundsätzlich zu unterschiedlichen Tageszeiten vorkommen.

Was bedeutet Tageswohnungseinbruch?

Der Begriff Tageswohnungseinbruch beschreibt einen Wohnungseinbruch, bei dem die Tatzeit typischerweise im Tageszeitraum liegt. Die PKS berücksichtigt solche Fälle beim Wohnungseinbruchdiebstahl.

Gerade dieser Bereich zeigt, warum die einfache Aussage „Einbrecher kommen nachts“ zu kurz greift. Ein Täter kann beispielsweise versuchen, eine längere Abwesenheit der Bewohner auszunutzen.

Für die individuelle Prävention sind deshalb nicht nur Nachtzeiten relevant. Auch längere Abwesenheiten während Arbeit, Schule oder Freizeit können eine Rolle spielen.

Aufklärungsquote bei Einbrüchen 2025

Ein besonders wichtiger Wert der Einbruchstatistik ist die Aufklärungsquote.

2025 lag die Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruchdiebstahl in Deutschland bei 14,1 Prozent. Damit wurde gegenüber 2024 ein leichter Rückgang verzeichnet. 2024 lag die Quote bei 15,3 Prozent. Polizei Dein Partner

Jahr Aufklärungsquote
2019 17,4 %
2020 17,6 %
2021 19,5 %
2022 16,1 %
2023 14,9 %
2024 15,3 %
2025 14,1 %

Eine Aufklärungsquote von 14,1 Prozent bedeutet allerdings nicht, dass exakt 14,1 Prozent der Täter verurteilt wurden. Die PKS-Aufklärungsquote bezeichnet den Anteil der aufgeklärten Fälle an allen polizeilich registrierten Fällen. Die anschließende Strafverfolgung ist davon zu unterscheiden.

Warum ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen vergleichsweise niedrig?

Wohnungseinbrüche stellen die Ermittlungsbehörden vor besondere Herausforderungen. Täter hinterlassen nicht zwangsläufig verwertbare Spuren und können ihre Tat innerhalb kurzer Zeit durchführen.

Gleichzeitig können technische Sicherungen dazu beitragen, Einbrüche bereits im Versuchsstadium zu stoppen. Das BKA verweist auf den hohen Anteil an Versuchen beim Wohnungseinbruchdiebstahl und führt diesen unter anderem auf die Wirksamkeit technischer Sicherungseinrichtungen zurück. Bundeskriminalamt

Das ist ein wichtiger Punkt: Ein verhinderter oder abgebrochener Einbruch erscheint zwar weiterhin als Fall in der Kriminalstatistik, führt aber nicht zwangsläufig zu einem vollendeten Diebstahl.

Wie hoch ist der Anteil der Einbruchsversuche?

Der Anteil der Versuche ist beim Wohnungseinbruchdiebstahl relativ hoch. Bereits 2023 lag die Versuchsquote laut BKA bei 46,3 Prozent. Das bedeutet, dass fast jeder zweite registrierte Fall im Versuchsstadium blieb. Bundeskriminalamt

Die Entwicklung ist aus Sicht der Prävention interessant. Mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern können dazu beitragen, dass ein Täter mehr Zeit benötigt oder die Tat abbricht.

Einbruchstatistik Deutschland nach Bundesländern

Die Gefahr eines Wohnungseinbruchs ist regional unterschiedlich verteilt. Großstädte und dicht besiedelte Regionen weisen teilweise höhere absolute Fallzahlen auf. Gleichzeitig müssen für sinnvolle Vergleiche auch Einwohnerzahlen berücksichtigt werden.

Ein Bundesland mit vielen Einwohnern kann beispielsweise mehr Fälle aufweisen als ein kleineres Bundesland, ohne dass das individuelle Risiko automatisch höher ist.

Für regionale Analysen sollten daher möglichst Fallzahlen und Häufigkeitszahlen pro Einwohner betrachtet werden.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 stellt die entsprechenden Daten für die Bundesländer und weitere regionale Ebenen bereit. GovData

Entwicklung der gesamten Kriminalität

Der Wohnungseinbruch ist nur ein Teil der Gesamtkriminalität. Nach den aktuellen Destatis-Daten wurden 2025 in Deutschland insgesamt 5.508.559 Straftaten polizeilich registriert. Davon wurden 3.188.533 Fälle aufgeklärt. Die Zahlen beziehen sich auf die gesamte Kriminalität und dürfen daher nicht mit der Einbruchstatistik gleichgesetzt werden. GENESIS-Online

Gerade beim Vergleich verschiedener Delikte ist es deshalb wichtig, die jeweilige Aufklärungsquote separat zu betrachten.

Was können Hausbesitzer und Mieter gegen Einbrüche tun?

Statistische Daten ersetzen keine individuelle Sicherheitsanalyse. Einige grundlegende Maßnahmen können jedoch das Einbruchsrisiko beziehungsweise die Erfolgsaussichten eines Täters reduzieren.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit vollständig verschließen
  • keine offensichtlichen Zugangshilfen im Außenbereich liegen lassen
  • mechanische Sicherungen an besonders gefährdeten Türen und Fenstern prüfen
  • Beleuchtung gezielt einsetzen
  • Briefkästen während längerer Abwesenheit regelmäßig leeren lassen
  • Nachbarn über längere Abwesenheiten informieren
  • Wertgegenstände nicht offensichtlich sichtbar aufbewahren
  • bei Renovierungen auf einbruchhemmende Elemente achten

Die Polizei bietet mit ihren kriminalpolizeilichen Beratungsstellen zusätzliche Informationen zur Einbruchprävention an.

Einbruchstatistik 2026: Was lässt sich aus den aktuellen Zahlen ableiten?

Die verfügbaren Zahlen zeigen für 2025 einen erneuten Anstieg der Wohnungseinbruchdiebstähle auf 82.920 Fälle. Gleichzeitig liegt das Niveau noch unter dem Wert von 2019. Die Aufklärungsquote sank auf 14,1 Prozent. Polizei Dein Partner

Für 2026 selbst können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine vollständigen Jahreszahlen angegeben werden. Die PKS wird jeweils für das abgeschlossene Berichtsjahr ausgewertet. Deshalb sollte bei einer Einbruchstatistik Deutschland 2026 klar zwischen dem Veröffentlichungsjahr 2026 und dem statistisch erfassten Jahr 2025 unterschieden werden.

Fazit

Die aktuelle Einbruchstatistik Deutschland 2026 zeigt: 2025 wurden bundesweit 82.920 Wohnungseinbruchdiebstähle registriert. Damit setzte sich der seit 2022 beobachtete Anstieg fort. Gleichzeitig bleibt das Niveau unter dem Wert von 2019.

Besonders relevant sind die hohen Versuchszahlen und die vergleichsweise niedrige Aufklärungsquote von 14,1 Prozent. Bei den Tatzeiten zeigt sich zudem, dass Wohnungseinbrüche nicht ausschließlich nachts stattfinden. Das BKA weist insbesondere auf höhere Fallzahlen im Winterhalbjahr und auf die Bedeutung von Tageswohnungseinbrüchen hin. Bundeskriminalamt

Für die Bewertung des persönlichen Risikos sollte man deshalb nicht nur auf eine einzelne Zahl schauen. Region, Wohnlage, Gebäudesicherheit, Abwesenheitszeiten und technische beziehungsweise mechanische Schutzmaßnahmen können ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Quellen