E-Scooter sind praktisch, günstig und überall verfügbar – genau das macht sie auch für Diebe attraktiv. Doch wie häufig werden E-Scooter tatsächlich gestohlen? Die Antwort ist: öfter, als viele denken – mit steigender Tendenz.
1. Aktuelle Zahlen: Wie viele E-Scooter werden geklaut?
Konkrete Zahlen nur für E-Scooter sind oft schwer zu isolieren, da sie in Statistiken häufig mit anderen Zweirädern zusammengefasst werden. Dennoch zeigen verfügbare Daten klare Trends:
- In einer Großstadt wie Berlin wurden bereits
- 2020: ca. 287 Diebstähle
- 2021: ca. 619 Diebstähle
→ also mehr als eine Verdopplung innerhalb eines Jahres (Linexo)
- In Österreich wurden 2023 über 3.200 Delikte rund um E-Scooter registriert, davon
- mehr als 1.500 klassische Diebstähle (Bundeskriminalamt)
- Medienberichte zeigen: In manchen Ländern wurden über 4.000 E-Scooter pro Jahr gestohlen (Die Presse)
2. Einordnung: Teil eines größeren Problems
E-Scooter sind Teil eines viel größeren Trends:
- 273.000 Diebstähle bei Zweirädern (inkl. Fahrräder, E-Bikes, Scooter) im Jahr 2024 (Netzwelt)
- Fahrraddiebstähle allein liegen bei rund 245.000 Fällen jährlich in Deutschland (GDV)
Das zeigt: E-Scooter sind zwar nur ein Teil des Problems, aber ein wachsender.
3. Entwicklung bis 2026: Diebstahl nimmt zu
Warum steigen die Zahlen?
Mehrere Faktoren treiben die Entwicklung:
- steigende Verbreitung von E-Scootern
- oft geringe Sicherung (kein Schloss oder schwache Schlösser)
- leicht transportierbar und schnell weiterverkaufbar
Ein wichtiger Punkt:
Viele Scooter sind gar nicht abgeschlossen – laut Berichten sogar etwa jeder zehnte. (Die Presse)
4. Wo werden E-Scooter besonders oft gestohlen?
Typische Hotspots:
- Bahnhöfe und Haltestellen
- Innenstädte
- Universitäten und Schulumfelder
- Wohngebiete mit offenen Abstellflächen
Diebstähle passieren vor allem dort, wo viele Fahrzeuge dicht nebeneinander stehen und schlecht gesichert sind. (Netzwelt)
5. Wie hoch ist das Risiko wirklich?
Eine einfache Einschätzung:
- In Großstädten: relativ hohes Risiko
- In kleineren Städten: moderat
- Ungesichert: deutlich erhöhtes Risiko
Wichtig:
Die Dunkelziffer ist hoch, da nicht jeder Diebstahl gemeldet wird.
6. Trends 2026: Professionellere Diebstähle
Aktuelle Entwicklungen zeigen:
- Täter achten gezielt auf schlecht gesicherte Scooter
- einfache Schlösser können teilweise in Sekunden geknackt werden (Bundeskriminalamt)
- organisierte Diebstahlstrukturen nehmen zu
Das bedeutet: Diebstahl ist kein Zufall mehr, sondern oft gezielt.
7. Wie kann man sich schützen?
Die wichtigsten Maßnahmen:
- stabiles Schloss (am besten zwei verschiedene)
- an festen Objekten anschließen
- gut beleuchtete Orte wählen
- ggf. GPS-Tracker nutzen
Je besser die Sicherung, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, Opfer zu werden.
Fazit
E-Scooter-Diebstahl ist 2026 ein reales und wachsendes Problem. Während genaue Zahlen variieren, zeigen alle Statistiken eine klare Richtung:
Mit steigender Nutzung nimmt auch die Zahl der Diebstähle zu.
Wer seinen Scooter nutzt, sollte ihn deshalb genauso ernsthaft sichern wie ein Fahrrad – sonst ist er schnell verschwunden.
Quellen
- https://www.linexo.de/magazin/e-scooter/e-scooter-helmpflicht-gibt-es-eine-pflicht-fuer-e-roller-oder-nicht
- https://www.netzwelt.de/news/243661-e-scooter-gegen-diebstahl-absichern-tricks-lehren-kriminelle-fuerchten.html
- https://www.diepresse.com/20115725/leichte-beute-im-vorjahr-wurden-mehr-als-4000-e-scooter-gestohlen
- https://www.bundeskriminalamt.at/news.aspx?id=64494178456E495A424E6B3D
- https://www.gdv.de/gdv/statistik/fahrraddiebstahl-statistik-versicherung