Untreue in Beziehungen ist ein viel diskutiertes Thema – doch wie häufig kommt Fremdgehen in Deutschland tatsächlich vor? Aktuelle Zahlen bis 2026 zeigen: Die Realität ist komplex, widersprüchlich und stark von Alter, Geschlecht und Definition abhängig.
Wie viele Menschen in Deutschland gehen fremd?
Je nach Studie ergeben sich unterschiedliche Werte – dennoch lassen sich klare Trends erkennen:
- Rund 14–30 % der Deutschen geben an, schon einmal in einer Beziehung untreu gewesen zu sein (SWP)
- In manchen Umfragen liegt der Wert sogar bei etwa jedem vierten Deutschen (DIE WELT)
- Einzelne neuere Erhebungen sprechen davon, dass fast jeder dritte Deutsche bereits fremdgegangen ist (Freundin)
Die Unterschiede entstehen, weil Studien verschiedene Definitionen von Fremdgehen verwenden (z. B. nur Sex vs. auch emotionale Affären).
Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Die Frage „Wer geht häufiger fremd?“ ist nicht eindeutig zu beantworten:
- Ältere Studien zeigen:
- Männer: ca. 21 %
- Frauen: ca. 15 % (Deutschlandfunk)
- Neuere Daten zeigen teils ein anderes Bild:
- Frauen: etwa 17 %
- Männer: etwa 11 % (Berliner Morgenpost)
- Andere Untersuchungen kommen wiederum zu deutlich höheren Werten bei Männern (bis zu 28 %) (Berliner Morgenpost)
Fazit: Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird kleiner, teilweise kehrt er sich sogar um.
Alter und Lebensphase
Ein klarer Trend zeigt sich beim Alter:
- Besonders häufig tritt Fremdgehen in den 30ern auf
- In dieser Phase berichten bis zu 39 % der Frauen von Untreue-Erfahrungen (Focus)
Gründe dafür sind oft:
- Beziehungskrisen
- veränderte Lebenssituationen
- Wunsch nach Abwechslung
Was gilt überhaupt als Fremdgehen?
Nicht alle Menschen definieren Untreue gleich. Laut Umfragen in Deutschland:
- 43 % sagen: Fremdgehen beginnt beim Küssen (disy-magazin.de)
- Viele zählen auch emotionale Nähe oder Dating-Apps dazu
- Frauen bewerten Untreue oft strenger als Männer (ZDFheute)
Das zeigt: Statistik hängt stark davon ab, was überhaupt als „Fremdgehen“ gilt.
Formen von Untreue
2026 unterscheidet man stärker zwischen verschiedenen Arten:
- körperliches Fremdgehen (Sex, Affären)
- emotionales Fremdgehen (enge Bindung zu Dritten)
- digitales Fremdgehen (Chats, Dating-Apps)
In modernen Studien verschwimmen diese Grenzen zunehmend.
Gründe für Fremdgehen
Die häufigsten Ursachen laut Studien:
- emotionale Unzufriedenheit
- fehlende Nähe oder Aufmerksamkeit
- Gelegenheit und Abenteuerlust
- sexuelle Unzufriedenheit
Dabei unterscheiden sich die Motive oft zwischen Männern und Frauen, überschneiden sich aber zunehmend.
Entwicklung der letzten Jahre
Ein klarer Trend seit den 2010er Jahren:
- Anteil der Untreue ist gestiegen
- 2012: etwa jeder Fünfte
- 2020+: bis zu jeder Dritte (nordbayern.de)
Zudem spielt Digitalisierung eine größere Rolle – etwa durch soziale Medien und Dating-Plattformen.
Fazit
Die Fremdgehen-Statistik in Deutschland zeigt 2026 kein einheitliches Bild, aber klare Tendenzen:
- Zwischen 15 % und 30 % der Menschen sind bereits fremdgegangen
- Unterschiede zwischen Männern und Frauen nehmen ab
- Alter, Lebensphase und persönliche Definition spielen eine große Rolle
- Untreue ist heute vielfältiger – auch emotional und digital
Wichtig ist: Zahlen geben nur einen groben Überblick. Wie häufig Fremdgehen tatsächlich vorkommt, dürfte wegen Dunkelziffern deutlich höher sein.
Quellen
- https://www.morgenpost.de/ratgeber-wissen/article406027554/fremdgehen-statistik-wie-viele-menschen-untreu-werden.html
- https://www.swp.de/panorama/fremdgehen-so-viele-menschen-sind-in-deutschland-bereits-untreu-gewesen-78384149.html
- https://www.nordbayern.de/panorama/studie-seitensprung-in-welchem-alter-rep-4-1.13288958
- https://www.deutschlandfunk.de/fremdgehen-affaere-seitensprung-100.html
- https://www.freundin.de/liebe/beziehung/studie-enthuellt-dieses-bundesland-fuehrt-beim-fremdgehen
- https://www.zdfheute.de/panorama/fremdgehen-umfrage-untreue-deutschland-100.html
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