Diebstahl von Elektroautos – Statistik, Trends und Einordnung (Stand 2026)

Die Angst vor Autodiebstahl betrifft viele Fahrzeughalter – doch bei Elektroautos zeigt die aktuelle Statistik ein überraschend anderes Bild. Im Vergleich zu klassischen Verbrennern werden E-Autos deutlich seltener gestohlen. Der folgende Überblick fasst die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen bis 2026 zusammen.


1. Allgemeine Autodiebstahl-Zahlen in Deutschland

Zunächst der Blick auf die Gesamtentwicklung:

  • Rund 14.000–16.000 Pkw werden jährlich in Deutschland gestohlen (ADAC)
  • 2024 wurden etwa 14.162 Fahrzeuge entwendet (ecomento.de)
  • Der wirtschaftliche Schaden liegt bei rund 290 Millionen Euro pro Jahr (ecomento.de)

Besonders betroffen:

  • Großstädte wie Berlin (höchste Diebstahlquote) (GDV)
  • Hochpreisige SUVs und Premiummodelle (noli-versicherung.de)

2. Elektroautos in der Diebstahlstatistik

Sehr geringe Diebstahlquote

Elektroautos spielen in der Diebstahlstatistik bislang eine untergeordnete Rolle:

  • E-Autos werden deutlich seltener gestohlen als Verbrenner (mobiliTree)
  • In vielen Statistiken tauchen sie nicht einmal unter den häufig gestohlenen Modellen auf (Golem.de)

Ein Beispiel:

  • 2020 wurden nur 0,2 von 1.000 Fahrzeugen eines bekannten E-Auto-Modells gestohlen (DIE ZEIT)

Auch internationale Daten bestätigen den Trend:

  • Elektroautos gehören zu den am seltensten gestohlenen Fahrzeugtypen (AUTO BILD)

3. Warum Elektroautos selten gestohlen werden

Mehrere Faktoren machen E-Autos für Diebe weniger attraktiv:

1. Technische Sicherheit

  • Moderne E-Autos verfügen oft über:
    • GPS-Tracking
    • App-Steuerung
    • permanente Online-Verbindung
  • Dadurch lassen sie sich leichter orten und sperren (ecomento.de)

2. Begrenzte Reichweite (für Täter ein Risiko)

  • Gestohlene Fahrzeuge müssen oft schnell ins Ausland gebracht werden
  • Bei E-Autos besteht das Risiko, dass:
    • der Akku leer wird
    • Ladeinfrastruktur fehlt

Das macht sie für Täter unpraktisch (ecomento.de)


3. Geringere Nachfrage auf Schwarzmärkten

  • In vielen Zielregionen:
    • geringere Nachfrage nach E-Autos
    • weniger Ladeinfrastruktur

Verbrenner lassen sich einfacher weiterverkaufen (ecomento.de)


4. Neue Entwicklungen: Indirekter Diebstahl rund um E-Mobilität

Während komplette Fahrzeuge selten gestohlen werden, entstehen neue Deliktfelder:

Kabeldiebstahl an Ladesäulen

  • Über 1.200 gestohlene Ladekabel an mehr als 170 Standorten (2025) (ZDFheute)
  • Hintergrund: Kupfer als wertvoller Rohstoff

Das zeigt:

  • Die Kriminalität verlagert sich teilweise auf Infrastruktur

5. Entwicklung und Trends bis 2026

1. E-Autos bleiben seltene Diebstahlziele

  • Täter konzentrieren sich weiterhin auf Verbrenner
  • besonders gefragt: teure SUVs und Exportmodelle

2. Autodiebstahl insgesamt stabil bis leicht steigend

  • leichte Schwankungen, aber kein massiver Anstieg
  • weiterhin rund 14.000 Fälle jährlich

3. Steigende E-Auto-Zahlen – aber keine proportional steigenden Diebstähle

  • Marktanteil wächst stark (z. B. rund 19 % Neuzulassungen 2025) (EnBW)
  • Diebstahlquote bleibt dennoch niedrig

4. Neue Risiken im digitalen Bereich

  • mögliche zukünftige Bedrohungen:
    • Software-Hacking
    • Keyless-Systeme
  • bislang aber weniger relevant als bei Verbrennern

6. Fazit

  • Elektroautos werden im Vergleich zu klassischen Fahrzeugen deutlich seltener gestohlen
  • Hauptgründe sind moderne Technik, geringere Nachfrage und praktische Hürden für Täter
  • Die Gesamtzahl der Autodiebstähle in Deutschland bleibt stabil bei etwa 14.000 Fällen jährlich
  • Neue Entwicklungen betreffen eher Ladeinfrastruktur und Rohstoffdiebstahl als die Fahrzeuge selbst

Insgesamt zeigen die Daten bis 2026:
Elektroautos gelten aktuell als vergleichsweise sichere Fahrzeugklasse in Bezug auf Diebstahl.


Quellen (Auswahl)